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01.10.2019, 10:19 Uhr

Thusnelda und Hermann als Signalmännchen

Hermann, der Cherusker, soll nach Willen des „Hiddeser Heimatvereins“ für Sicherheit an den Ampeln in Hiddesen sorgen.

Statt der bekannten „Einheitsmännchen“ soll nach den Vorstellungen der Mitglieder dort der Hermann für das rote und seine Thusnelda für das grüne Fußgängersignal stehen. Diese kreative Idee bringt nicht nur Vielfalt auf die Straße sondern wird auch der Geschlechterrolle gerecht, indem nun Mann und Frau für die Sicherheit verantwortlich sind.
Andere Städte sind schon weiter. In Mainz verzieren zum Beispiel Mainzelmännchen die Lichtzeichen, in Augsburg sehen Fußgänger einen Kasperl aus der Augsburger Puppenkiste und in Bremen leuchteten während des Freimarkts vor zwei Jahren Stadtmusikanten auf. Das spiegelt Heimatverbundenheit wieder, die uns erfreut und die wir gerne unterstützen.
Die geltende Straßenverkehrsordnung ist da allerdings etwas humorloser und sieht vor, dass Fußgängerampeln bei Rotlicht ein stehendes Männchen und bei Grünlicht ein schreitendes zeigen. Dies ist bei den Entwürfen von Hermann und Thusnelda jedoch gewährleistet. Weiterhin befürchten Skeptiker hohe Kosten durch den Austausch der Ampelfiguren. Wir wünschen uns auch, dass der Austausch kostenneutral erfolgt bzw. Sponsoren diesen ermöglichen.
Wir finden die Idee toll und setzen und dafür ein (auch wenn es wieder Stimmen geben wird, die sich fragen, ob wir nichts Wichtigeres zu tun haben...)! Im Übrigen: das Ampelmännchen aus der ehemaligen DDR ist mittlerweile Kult.